Diversity

Diversity: ein komplexer und dynamischer Ansatz

Was ist Diversity?

„diversity“ (mit kleinem d ) ist aus dem Englischen übersetzt „Vielfalt“. Der komplexe Ansatz „Diversity“ (mit großem D ) fängt bei der Vielfalt aber erst an. Denn Vielfalt ist vorhanden – eine Realität und Tatsache – in uns und all den Menschen, mit denen wir täglich interagieren, in den Teams oder den Organisationen in denen wir tätig sind: und wie geht es von dort aus weiter?

  • Dementsprechend soll die Vielfalt unserer Merkmale – und deren Zusammenspiel im Sinne unserer Mehrfachzugehörigkeiten – anerkannt und wertgeschätzt werden. Dafür sollen förderliche Strukturen geschaffen werden. Gemeint ist damit zunächst der Umgang mit Macht in Prozessen der Teilhabe und Teilgabe – bspw. das Teilen von Entscheidungs- und Gestaltungsmacht. Entscheidend ist es, bei dem Hinterfragen  von Normen und Werten der einzelnen Akteur*innen anzufangen aber auch das Kollektive im Blick zu behalten sowie die Rahmenbedingungen, welche sich auf das Handeln der Organisation/des Teams auswirken. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den benannten Prozessen können in die eigenen Netzwerke eine multiplizierende Auswirkung haben.
  • Dies bewirkt der von Diversity angestrebte „Change-Prozess“ (Änderungsprozesse in den Strukturen zu gestalten). Dieser beruht auf Antidiskriminierung, enthält Bestandteile wie Empowerment und Reflexion von Privilegien und beabsichtigt einen Wandel in Richtung diskriminierungsfreiere Strukturen. Dieser Wandel ist in jedem Bereich umsetzbar, unabhängig vom thematischen Schwerpunkt der Organisation oder des Teams.

Was will Diversity?

Es gibt sehr viele Modelle, die versuchen, den Diversity Ansatz und seine Ziele zu erklären. Aus der Sicht der Auftraggeber*innen ist es entscheidend, welcher dieser für den besonderen Fall geeignet ist, wo die Person(en) und ihre Teams auf dem Weg zur Umsetzung von Diversity stehen sowie welche Ziele sie kurz- und längerfristig haben.

  • Einige Theorien fassen es kurz zusammen meist in vier Phasen: zuerst erfolgt die Anerkennung von Vielfalt und die Entwicklung einer wertschätzenden Haltung dazu – mit dem Hauptziel der Umsetzung dieser Haltung in Abläufen, Prozessen, Hierarchien, etc. Anschließend verspricht der Diversity-Ansatz Erfolge, die das Gelernte/Erlebte/Erfahrene sichtbar machen und motivieren, noch tiefer einzusteigen.
  • Weitere Modelle bspw. der Diversity gerechten Kultur setzen den Fokus auf einem Wandel in den Normen und Werte, der dann die Strukturen und Strategien einer Organisation beeinflusst – sei es klein, mittel oder groß – sowie die Kommunikation intern und extern und das Klima bzw. Maßnahmen intern und extern. Diese lassen durchdacht und strukturiert mehr Vielfalt zu und spielen eine große Rolle beim Abbau von Diskriminierung.

Für wen ist Diversity?

Der Diversity Ansatz ist mit jede*m und für jede*n. Sei es mit dem ganzen Team – in einem ausführlichen Prozess – oder zusammen mit einem repräsentativen Team, führen wir gemeinsam in der Regel einen sogenannten „Diversity-Check“ durch. Dieser analysiert alle Positionen, Funktionen und Ebenen. Dafür gibt es unterschiedliche Modelle je nach Zeitpunkt, Größe und Anliegen der Organisation. Diese zeigen genau die nächsten Schritte zu unternehmen sind.

  • Bei der konkreten Umsetzung richten wir uns nach Ansätzen, die alle Ebenen betrachten und konkrete Handlungsschritte ausarbeiten: „maßgeschneidert“ für jedes Team.

Beispiele für Formate

Sensibilisierungstrainings

Diese dienen einer Einführung in den Diversity-Ansatz und setzen Impulse für eine bewusst wertschätzende Haltung und Anerkennung von Vielfalt. Angestrebt ist eine Analyse der eigenen Vielfalt und der des eigenen Teams sowie der Organisationskultur, die gepflegt wird und wie sie von den einzelnen Akteur*innen wahrgenommen wird bzw. was es aus ihnen macht. Daraus ergeben sich wunderbar kürzere und längerfristige Vorhaben und Handlungen, die Diversity weiter bringen und konkret machen.

Prozessbegleitung im Managing of Diversity

Wie schon weiter oben erläutert, gibt es konkrete Strategien, Diversity zu implementieren. Bei diesem Angebot steht jedes kleine oder große Team auf ihrem Weg zu Diversity im Mittelpunkt und  wird dazu begleitet: eng und prozessorientiert.

Begleitung in einem Mentoring-Programm für die Umsetzung von Diversity

Mentoring-Programme können sehr viel bei den Beteiligten und in ihrer unmittelbarer Nähe bewirken. Je nach Ausrichtung und Mentoring-Art versprechen die dazu gehörenden Maßnahmen/Programme eine gewisse Art Förderung für bestimmte Gruppen in der Gesellschaft/einer Organisation/einem Team. Der Diversity Ansatz in solchen Programmen bringt in der Überschneidung mit dem Mentoring Ansatz die Chance, die Themen Macht und Diskriminierung spürbarer und nachvollziehbarer zu machen. Die Rolle von Strukturen und der Gesellschaft werden deutlicher durch die Zusammenarbeit in den jeweiligen Mentoring-Beziehungen. Somit ist die Rolle der Begleitung in diesen Mentoring-Programmen die Sensibilisierung für Diversity entlang der Maßnahmen. Ggf. kristallisiert sich heraus, welches nächste Handlungsschritte sein können, um Barrieren in den beteiligten Organisationen abzubauen.

Fortbildungen

Zu Diversity, Managing of Diversity oder Mentoring & Diversity werden 1-2 Tage (ggf. auch mehr) im Rahmen einer internen Fortbildung angeboten. Dieses Format ist dafür geeignet, um Diversity im eigenen Fachgebiet zu orten und für weitergehende Diversity-Prozesse Möglichkeiten zu eröffnen.

(c) Diana Cračiun